Am Sonntag endet die Tour de France mit der Zieleinfahrt in Paris. Doch bis dahin müssen die Fahrer noch mehrere Höchstschwierigkeiten bewältigen. Und es ist weiter spannend. Kann Ineos-Kapitän Geraint Thomas seinen Vorjahressieg wiederholen? Im Moment liegt der Brite auf dem zweiten Platz. 1:35 Minuten hinter Julian Alaphilippe. Der Franzose kommt in den Bergen bekanntlich sehr gut zurecht, aber eine Schwächephase könnte schon ausreichen, um den Vorsprung zu verlieren.

Gefahr droht Alaphilippe übrigens nicht nur von Thomas. Mit Steven Kruiswijk (+1:47 Minuten), Thibaut Pinot (+1:50), Egan Bernal (+2:02) und dem Deutschen Emanuel Buchmann (+2:14) machen sich vier weitere Fahrer Hoffnungen auf das Gelbe Trikot. Pinot machte in den Pyrenäen den stärksten Eindruck. Der Franzose gewann die Königsetappe mit der Bergankunft auf dem Col de Tourmalet. Ist der Lokalmatador auch in den Alpen der Stärkste? Dann könnte er seinen Landsleuten erstmals seit 1985 wieder einen Sieg bei der Frankreich-Rundfahrt bescheren.

Eine Vorentscheidung könnte auf der 18. Etappe fallen. Mit dem Col d’Izoard und dem dem Col du Galibier stehen zwei Höchstschwierigkeiten auf dem Programm. Am Freitag folgt die Bergankunft in Tignes. Wer hier abreißen lässt, kann seinen Traum vom Gesamtsieg begraben. Und auf der 20. Etappe folgt mit der Bergankunft in Val Thrones ein Prüfstein für die Favoriten. Sicher ist eigentlich nur eins: Die diesjährige Tour gewinnt der beste Kletterer. Wer das ist, entscheidet sich am spätestens am Samstag.