Zwei der Verlierer der Vorwoche treffen am frühen Sonntagnachmittag um 13.30 Uhr im Schwarzwald-Stadion aufeinander. Freiburg reiste in Augsburg mit zwei Siegen im Rücken an und ging mit 1:4 unter. Auch Leverkusen baute auf zwei Siege in Serie, ließ die Dortmunder  mit einem starken 2:0 etwa eine Stunde lang wie ein Verlierer aussehen und verließ doch nach 95 Minuten mit 2:4 die entsetzte BayArena.

Während der Freiburger Chefcoach Christian Streich als Trainer und auch durch seine politischen Stellungnahmen jenseits des Fußballbetriebs große Aufmerksamkeit und Achtung erfährt, wackelt der Stuhl von Bayer-Trainer Heiko Herrlich bedenklich. In Leverkusen hat man höhere Ambitionen als den aktuellen 14. Tabellenplatz. Herrlich hat als Spieler mit Dortmund zwischen 1993 und 2002 fast alles gewonnen: Torjägerkrone, Deutsche Meisterschaften und DFB-Pokale, Champions-League, Weltpokal. Aber als Trainer sammelte er seit 2005 hauptsächlich Erfahrungen mit Jugend- und 2.-Liga-Mannschaften. Beim VfL Bochum wurde er 2010 wegen Erfolglosigkeit entlassen; der Verein stieg ab.

Bayer Leverkusen hatte in den Spielzeiten von 2009/10 bis 2015/16 immer einen der Plätze zwei bis fünf belegt. Als die Werkself dann in der Saison 2016/17 in der CL und dann in der Europaliga früh ausschied und in der Liga am 23. Spieltag bis auf Platz zehn abgerutscht war, verpflichtete Bayer Trainer Tayfun Korkut bis zum Saisonende. In der Abschlusstabelle rangierte Bayer auf dem 12. Platz. Neuer Teamchef wurde Heiko Herrlich. Die erste Saison unter dem neuen Trainer beendete der Club auf dem fünften Platz.

Aber der Einstieg in die Spielzeit 2018/19 ging völlig daneben. Nach drei Spieltagen stand der Verein mit null Punkten und 2:8 Toren am Tabellenende. Inzwischen ist ein wenig Ruhe eingekehrt, und es wurden zwei Siege eingefahren. Und am vergangenen Wochenende gegen den BVB hat die Mannschaft eine Stunde lang eine ansprechende Leistung gezeigt. Trotz des Rückschlags werden die Leverkusener bald aus dem Tabellenkeller heraus sein.

Doch es zeigten sich auch zwei große Probleme der Leverkusener. Trotz bester Chancen gelang es ihnen nicht, das 3:0 und damit vermutlich den Sack zuzumachen. Und der Trainer hat kein glückliches Händchen: Seine Auswechselungen nach dem 2:2 in der 69. Minute verpufften wirkungslos, während BVB-Coach Lucien Favre für die letzten 30 Minuten Jadon Sancho und Paco Alcacer aufs Feld schickte. Sie machten den Unterschied.

Bayer Leverkusen geht leicht favorisiert ins Rennen.

Bei Mr Green gibt es folgende Quoten: Sieg Freiburg 3.40, Unentschieden 4.75, Sieg Leverkusen 2.20. Viel Glück!