Der 13. beim 3. zu Gast: Am Sonntagabend um 18.00 Uhr empfängt der SV Werder Bremen im Weserstadion die Werkself aus Leverkusen zum Schlagabtausch. Die Bremer strotzen derzeit vor Selbstbewusstsein und führen zusammen mit den Gladbachern hinter Dortmund das Verfolgerfeld an. Leverkusen ist schlecht in die Saison gestartet und fährt immer noch neben der Spur. Für Trainer Heiko Herrlich sind es jetzt lauter Schicksalsspiele. Bremen ist klarer Favorit.

Bremen mit dem besten Saisonstart seit Jahren

Die Bremer haben am Samstag die anfänglichen Offensivbemühungen der Schalker schadlos überstanden und dann die Defensivreihe der Knappen zweimal effizient ausgekontert. Dreimal aufs Schalker Tor geschossen, und zweimal war er drin. Daneben sahen die Gelsenkirchener Stürmer Burgstaller, Uth und Kollegen reichlich unkonzentriert aus. Die Luft für Trainer Domenico Tedesco wird immer dünner. Mit sechs Niederlagen aus acht Spielen und dem Relegationsplatz ist der Saisonstart des letztjährigen Vizemeisters ordentlich danebengegangen. Dagegen hat Bremen derzeit einen guten Lauf: Erst eine Niederlage und der dritte Platz in der Tabelle, punktgleich mit den Gladbachern und einen Punkt vor den Bayern. In den vergangenen Jahren hatte man es bei Werder doch eher mit der unteren Tabellenhälfte zu tun. Die Vorstellung auf Schalke zeugt von neuer Übersicht und Effizienz.

Leverkusens Achillesferse ist die Abwehr

Neben Tedesco wird als zweiter Kandidat für eine Ablösung der Leverkusener Trainer Heiko Herrlich gehandelt. Zwei Siege, zwei Unentschieden und schon vier Niederlagen stehen zu Buche: Platz 13, nur drei Punkte vom Abstiegsplatz entfernt. In der Partie gegen Hannover lief die Werkself zweimal einem Rückstand hinterher und kam erst in der Nachspielzeit zum glücklichen Ausgleich. Dazu ein fahrlässig verschossener Elfmeter. Beim zweiten Gegentor war die Abwehrreihe mal wieder reichlich konfus, die Vorlage für den Torschuss kam von einem Leverkusener. Das ist das bekannte Übel der Bayer-Elf, dass sie exzellente Kicker haben, dass aber der zündende Funke fehlt. Immerhin hatte Herrlich mit Bailey und Bellarabi die Richtigen eingewechselt. Doch der 13. Platz und das glücklose Spiel der Mannschaft werden nicht den ambitionierten Ansprüchen der Vereinsführung genügen.

Die Bilanz der beiden Mannschaften fällt für die Bremer positiv aus: In insgesamt 89 Spielen gab es 33 Bremer Siege und 23 Leverkusener Erfolge. In den 42 Heimspielen siegte Werder 19mal und die Rheinländer fünfmal bei 18 Remis. Auswärts haben die Leverkusener bisher nur bei Schlusslicht Düsseldorf gewonnen.

Bei Mr Green gibt es folgende Quoten: Sieg Bremen 2.60, Unentschieden 3.55, Sieg Leverkusen 2.60. Viel Glück!